Warum sollten keine extremen Perser mehr gezüchtet werden (PekeFace)
Die Perserkatze ist eine der ältesten und bekanntesten Katzenrassen weltweit. Mit ihrer charakteristischen Erscheinung und ihrem freundlichen Wesen erfreuen sie sich bei vielen Tierliebhabern großer Beliebtheit. Allerdings hat sich in den letzten Jahrzehnten ein gefährlicher Trend in der Zucht dieser Rasse entwickelt, der zu gesundheitlichen Problemen und schweren Missbildungen bei den Tieren führt.
Dieser Trend besteht in der Überbetonung der brachycephalen Kopfform, auch bekannt als "peke-face-Perser". Ziel dieser Selektion ist ein rundes Gesicht mit großen, ausdrucksvollen Augen, eine runde, vorgewölbte Stirn und ein gedrungener Kopf. Durch diese extreme Zuchtveränderung wurden jedoch gesundheitliche Probleme bei den Perserkatzen ausgelöst, die sich zu einem ernsthaften Problem für die Tiere entwickelt haben.
Zu den häufigsten Problemen gehören Zahnfehlstellungen, schwerwiegende Atemprobleme, permanenter Augenausfluss und Bindehautentzündungen, die oft chirurgisch korrigiert werden müssen. Allerdings berichten viele Züchter auch von einem weiteren, besonders besorgniserregenden Problem. Bei vielen Nachkommen und teilweise ganzen Würfen treten neurologische Ausfallserscheinungen auf, die zum Tod der Tiere führen können. In pathologischen Untersuchungen konnte ein massiver Wasserkopf (Hydrozephalus internus) als Todesursache identifiziert werden.
Diese Missbildung ist erst durch die Zucht auf den neuen Phänotyp aufgetreten, was nahelegt, dass ein Zusammenhang zwischen der extremen Brachycephalie und dem Auftreten eines Hydrozephalus besteht. Diese Gesundheitsprobleme sind vermeidbar, wenn man auf eine moderate Zucht mit dem ursprünglichen "doll-face-Perser" zurückkehrt. Die doll-face-Perser haben zwar eine kürzere Nase im Vergleich zu anderen Katzen, bewahren aber einen proportionierten Gesichtsschädel. Die Züchter sollten sich auf die Erhaltung dieser ursprünglichen Perser konzentrieren und den Druck nach hochpreisigen peke-face-Persern ignorieren.
Es ist an der Zeit, dass Züchter, Tierärzte und Liebhaber dieser Rasse sich bewusst werden, dass die extremen Perser nicht nur ein kosmetisches Problem darstellen, sondern auch das Wohlergehen und das Leben der Tiere beeinträchtigen können. Es ist wichtig, dass die Zucht dieser Rasse in eine Richtung geht, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere in den Vordergrund stellt. Eine umsichtige Zucht sollte darauf abzielen, gesunde Tiere mit einem ausgeglichenen Körperbau und einem proportionalen Gesichtsschädel zu züchten, die ein langes, glückliches und gesundes Leben führen können.

